»Pura Vida« Türöffner für mehr

24.07.11

Freundeskreis Alajuela – Lahr zieht positive Bilanz / Alle Kunstwerke bleiben auf öffentlichen Plätzen

Er sei dankbar für »drei schöne Wochen«, sagte bei der gestrigen Pressekonferenz zum Abschluss des Bildhauersymposiums »Pura Vida« Lahrs Oberbürgermeister Wolfgang G. Müller. Die Kooperation zwischen der Stadt und den »Pura-Vida«-Veranstaltern sei gelungen Das Symposium sei regional sehr gut vermittelt worden, überregional erkannte Müller indessen noch gewisse Steigerungsmöglichkeiten.


Auch Marlies Llombart sieht das so. Die Vorsitzende des Freundeskreises Alajuela–Lahr hätte sich zwar gerne einen stärkeren Publikumszuspruch gewünscht; aber sie sei den Menschen dankbar, »die das Projekt ihrer Unterstützung Wert befunden haben«, so Llombart.

Dass »Pura Vida« als eine Art Türöffner für weitere Kontakte aus dem Oberrheingebiet nach Costa Rica und umgekehrt dienen könnte, gab Heinz-Dieter Ritzau zu bedenken. Im Rückblick auf das Costa-Rica-Wirtschaftsforum der IHK in Lahr wies der zweite Vorsitzende des Freundeskreises auf den häufig noch vorhandenen Irrtum hin, das mittelamerikanische Land sei noch immer ein Agrarland. keineswegs. Heute gehöre Costa Rica zu den großen Software-Exporteuren in der Welt; ein starkes Wachstum in der Biotechnologie sei dort ebenfalls zu verzeichnen; die junge Nation, die 1949 das Militär abgeschafft habe, investiere heute sehr viel Geld in Bildung. 

Ernüchtert zeigte sich Ritzau bezüglich der costa-ricanischen Film-Tage. Von über 100 angeschriebenen Schulen habe nur eine Interesse an der Veranstaltung bekundet, berichtete der Vizevorsitzende. Es sei eben ein langer Weg, ein solches Projekt zu etablieren.

Wie geht es weiter?

Wie es nun mit der Zusammenarbeit zwischen Lahr und Lahrs costa-ricanischer Partnerstadt Alajuela weitergehen kann, muss noch ausdiskutiert werden. OB Müller meinte gestern, man könne nicht verlagen, dass ein solches Symposium jährlich stattfindet. Denkbar sei aber eine Bürgerreise im nächsten Jahr nach Costa Rica. Statt einer großen hält Marlies Llombart auch eine kleinere Veranstaltung für möglich: zum Beispiel eine Gemäldeausstellung mit Künstlern aus Costa Rica. 

Sicher ist indessen, dass Jose Sanchos rote »Schildkröten« auch bei der Landesgartenschau 2018 in Lahr zu sehen sein werden. Kaufen darf man die Stahlobjekte aber auch jetzt schon; der Stückpreis liegt bei 2500 Euro. 

Quelle: Baden Online