Wirtschaftsdaten kompakt

Eine Zusammenfassung der wichtigsten Wirtschaftsdaten Ecuadors mit freundlicher Unterstützung des German Trade and Invest (GTAI)

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„Made in Germany“ ist gefragt

Die politische und wirtschaftliche Lage des Landes hat sich in den letzten Jahren stabilisiert. Im Jahr 2014 verzeichnete Ecuador ein Wirtschaftswachstum von 3,8%.

Die deutsche Wirtschaft und ihre Produkte haben sich in Ecuador erfolgreich positioniert. „Made in Germany“ steht in Ecuador für Qualität, Zuverlässigkeit und Innovationskraft. Besonders bei Investitionsgütern sind deutsche Produkte aus dem Bereich Erneuerbare Energien auf Grund ihrer weltweit führenden Rolle sehr gefragt. Ein Interesse, das in den letzten Jahren durch Anfragen und in Veranstaltungen der Deutsch-Ecuadorianischen Industrie- und Handelskammer (AHK Ecuador) wiederholt bestätigt wird. Diese stammen sowohl von der Privatwirtschaft als auch von öffentlichen Institutionen. Während sich die Privatwirtschaft für Messen, Lieferanten und Einfuhrbestimmungen interessiert, erkundigen sich öffentliche Institutionen nach Unternehmen aus der Beratungsindustrie. Ecuador ist zwar der kleinste Andenstaat, besitzt aber ein enormes Potential für den Einsatz von erneuerbaren Energien. Das Land erfüllt insgesamt die wichtigsten Voraussetzungen: der politische Wille und die sehr guten klimatischen Bedingungen. Da Ecuador noch unerschlossene Marktnischen besitzt, können deutsche Unternehmen auch sehr leicht eine Marktführerschaft einnehmen und das Land als Einstiegsmarkt für künftige Expansionen in die Nachbarländer nutzen.

Logistiknetzwerk Manta-Manaos

Am 15. Juli 2011 machte sich der erste Transport von Lebensmitteln und Baumaterialien von Ecuadors Amazonasstadt Puerto Itaya nach Manaos, der brasilianischen Amazonasmetropole, auf den Weg. Das Besondere an diesem Ereignis: es war der erste Transport, der durch das neue und noch im Aufbau befindliche Logistiknetzwerk Manta-Manaos stattfand. Ziel des Netzwerks ist, das nord-östliche Brasilien mit dem Pazifik zu verbinden und ihm somit einen neuen Zugang zum asiatischen Markt zu eröffnen. Die Integration sowie der regionale Warenaustausch sollen so in groβem Stil profitieren.

Das Logistiknetzwerk Manta-Manaos ist ein Gemeinschaftprojekt der Länder Brasilien, Kolumbien, Peru sowie Ecuador und integriert dabei den Fluss,- Luft, -Boden und Seetransport in einem. Beginnend am Flughafen oder Seehafen der ecuadorianischen Küstenstadt Manta können Frachtgüter aus Asien –oder auch umgekehrt- zu Land mit LKWs in die ecuadorianische Amazonasprovinz Sucumbios nach Puerto Itaya transportiert werden. Von dort geht es auf den Seeweg durch Kolumbien und Peru weiter nach Manaos – Brasilien. Das Projekt Manta-Manaos ermöglicht somit eine direkte Verbindung von Ecuador und Brasilien ohne den Panamakanal in Anspruch zu nehmen. Vorausschauend betrachtet stellt Manaos auch das Tor zum Atlantik dar. Das Logistiknetzwerk würde somit den Pazifik mit dem Atlantik vereinen.

Ecuador verspricht sich vom neuen Zugang nach Brasilien einen vielversprechenden Markt. Vor allem die 1,8 Mio. Stadt Manaos und ihr Rang als Austragungsort der Fussballweltmeisterschaft 2014 ist ein potentieller Absatzmarkt für Palmenöle, Kaffee, Kakao, Seefrüchte und Baumaterialien aus Ecuador. So wird das Transportnetzwerk zweifelsohne den Warenverkehr zwischen Ecuador und Brasilien signifikant steigern. Ein Handelsvolumen, das vor allem deutsche Logistikunternehmen groβe Absatzpotentiale und eine gewinnbringende Wirtschaftlichkeit verspricht. Für mehr Informationen steht Ihnen die Deutsch-Ecuadorianische Industrie- und Handelskammer zur Verfügung.

Ulrike Stieler

Leiterin DEinternational

(593-2) 333-2048 ext. 111
u.stieler(at)ahkecuador.org.ec