Bestes Klima für erneuerbare Energien am Äquator

Neben der insgesamt guten wirtschaftlichen Entwicklung Ecuadors ist auch die geografische Lage des Landes optimal für die Nutzung von Erneuerbaren Energien. An den Andenhängen gibt es hohe Niederschlagsmengen, die zur Energiegewinnung durch Wasserkraft genutzt werden und ein enormes Potential bieten. Weiterhin ist durch die direkte Lage am Äquator die Sonneneinstrahlung sehr hoch, was für die solare Energiegewinnung sehr interessant ist. Besonders im andinen Hochland gibt es darüber hinaus viele aktive Vulkane, die einen relativ leichten Zugang zu geothermischen Quellen bieten und deren energetische Nutzung hier großes Potenzial aufzeigt, aber noch weit unterentwickelt ist. Die flachen und tropischen Küstengebiete eignen sich bestens zum Anbau von Pflanzen wie Ölpalmen und Zuckerrohr, die zur Biogas- und Kraftstoffproduktion genutzt werden können. Zudem herrschen auf den Galápagos-Inseln sowie im Andenhochland starke Winde, die großes Potential für die Nutzung von Windkraft darstellen. Ein Potential, das die Regierung erkannt hat und mittlerweile auch stark fördert.

Der Energiesektor erlebte in Ecuador in den letzten vier Jahren eine grundlegende Umstrukturierung. Angesichts des steigenden Energiebedarfs erfährt der Sektor zurzeit massive Investitionen. Für den Zeitraum zwischen 2010 und 2016 wurdenInvestitionssummen von insgesamt USD 7,5 Mrd. geplant. Ab dem 1. Januar 2013 wird über einen garantierten Zeitraum von 15 Jahren Strom aus Windenergie, Photovoltaik, Bioenergie (Feste Biomasse und Biogas), Geothermie und Wasserkraft über feste Vergütungssätze nach deutschem Vorbild gefördert. Nationale Entwicklungspläne sowie die verabschiedeten gesetzlichen Rahmenbedingungen befreien zudem Technologien aus dem Bereich der Erneuerbaren Energien von der Einfuhrumsatzsteuer und dem Zolltarif. Unternehmen können zudem günstige Kredite vom Staat für die Anschaffung solcher Technologien oder Finanzierung von nachhaltigen Projekten in Anspruch nehmen. Das Ziel Ecuadors ist deutlich: Den Anteil von alternativen Energiequellen in der Energiematrix des Landes zu erhöhen. So soll bis 2020 86% des Stroms aus Wasserkraft und weitere 8% aus anderen Erneuerbaren Energiequellen stammen.

Ulrike Stieler

Leiterin DEinternational

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